Japan verzeichnete im Jahr 2024 einen historischen Leistungsbilanzüberschuss von 29,26 Billionen Yen (193 Milliarden Dollar) und damit den höchsten jemals verzeichneten Wert, wie aus am Montag vom Finanzministerium veröffentlichten Daten hervorgeht. Der Anstieg war in erster Linie auf beispiellose Renditen aus Auslandsinvestitionen zurückzuführen, die durch einen schwachen Yen und ein schrumpfendes Handelsdefizit begünstigt wurden. Die jüngsten Zahlen stellen einen Anstieg von 29,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr dar und setzen damit einen zweijährigen Wachstumstrend fort.

Dieser Überschuss ist der höchste seit Beginn vergleichbarer Aufzeichnungen im Jahr 1985. Die Leistungsbilanz, ein allgemeiner Maßstab für Japans internationale Handels- und Investitionsströme, profitierte erheblich von Primäreinkommensgewinnen, was die starke globale Investitionsposition des Landes unterstreicht. Das Primäreinkommen, das die Erträge aus Auslandsinvestitionen abbildet, stieg im Jahresvergleich um 11,3 Prozent auf 40,21 Billionen Yen.
Der Anstieg wurde durch höhere Erträge ausländischer Tochtergesellschaften vorangetrieben, insbesondere in Japans Finanz-, Einzelhandels- und Automobilsektor. Direktinvestitionen einheimischer Unternehmen im Ausland und gestiegene Dividendeneinnahmen ausländischer Beteiligungen spielten bei dieser Expansion eine Schlüsselrolle. Auch Japans Handelsbilanz verbesserte sich, das Handelsdefizit verringerte sich um 40 Prozent auf 3,90 Billionen Yen. Die Exporte stiegen um 4,5 Prozent auf 104,87 Billionen Yen, gestützt durch die starke weltweite Nachfrage nach Halbleiterfertigungsausrüstung und Autos.
Das Exportwachstum half, die Auswirkungen der Importabhängigkeit Japans abzumildern. Die Importe stiegen um 1,8 Prozent auf 108,77 Billionen Yen, was auf die gestiegenen Lieferungen von Personalcomputern und Nichteisenmetallen zurückzuführen ist. Das langsamere Importwachstum im Vergleich zu den Exporten trug jedoch zur allgemeinen Verringerung des Handelsdefizits bei. Die Schwäche des Yen gegenüber den Hauptwährungen hat Japans Einnahmen aus Auslandsinvestitionen erhöht, wodurch Auslandsanlagen in Yen gerechnet wertvoller wurden.
Dieser Trend hat entscheidend dazu beigetragen, den rekordverdächtigen Leistungsbilanzüberschuss des Landes aufrechtzuerhalten und die durch das Handelsdefizit entstandenen Herausforderungen auszugleichen. Japans anhaltende Anhäufung von Auslandseinkommen unterstreicht seine zunehmende Abhängigkeit von globalen Investitionserträgen und weniger vom Binnenhandel allein. Die jüngsten Daten bestätigen die starke externe Finanzposition des Landes und untermauern seine Rolle als wichtiger Nettogläubiger in der Weltwirtschaft . – Von MENA Newswire News Desk.
